Presse


Veröffentlichung vom:
22.06.2020

Bericht aus der Quarantäneliga 8


In der Quarantäneliga auf lichess.org kämpft unser Team Esslingen mittlerweile in der 8. Liga. Nicht etwa, weil die Leistungen unserer immer hochmotivierten Mannschaft deutlich schwächer geworden wären (waren wir doch schon mal in der 6. Liga etabliert), sondern weil die Liga insgesamt immer stärker wird durch einsteigende Teams, die sich auch erst von unten hochkämpfen müssen.

Aktuelles Beispiel dafür sind die Schachfreunde Deizisau, die auf ihrem vorgezeichneten Weg nach oben vergangenen Sonntag in der 8. Liga vorbeischauten und damit auch die Wege des Teams Esslingen kreuzten. An ihrer Spitze keine Geringeren als die Großmeister Alexander Donchenko und Vincent Keymer, die neuen deutschen Jungstars der internationalen Schachszene!

Esslingen trat mit insgesamt zehn Spielern an, von denen am Schluss die sechs Punktbesten in die Mannschaftswertung kamen, dieses Mal: Heinz Englmeier (36 Punkte), Hartmut Hehn vom SV Ebersbach/Fils (33 P.), Michael Ramin und Werner Fohrer (jeweilssowie Udo Scharrer und Jan Albruschat (jeweils 30 P.).

Turnierseite

Gespielt wurden über zwei Stunden lang superschnelle Blitzpartien mit dem Bedenkzeitformat 3 Minuten ohne Aufschlag. Nach elf Siegen in Folge traf der Deizisauer GM Keymer auf Heinz. Und unserem Spitzenspieler des Abends gelang der Geniestreich, dem Supertalent in seinem Siegeslauf ein Bein zu stellen und immerhin eine Punkteteilung abzutrotzen - und das in einer Partie mit über 70 Zügen, in welcher sich Heinz absolut auf Augenhöhe bewährte, wie auch eine nachherige automatisiert angeforderte Stockfish-Analyse bestätigte.

Esslingen landete schließlich auf einem guten 5. Platz, noch in der oberen Tabellenhälfte, während Deizisau mit gigantischem Abstand auf den Zweitplatzierten eindrucksvoll bewiesen hatte, hier wirklich nur auf der Durchreise zur Spitze gewesen zu sein.

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Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
01.06.2020

4. Platz bei den württ. Online-Blitz-Mannschaftsmeisterschaften


Vergangenen Samstag erreichte unser lichess-Team bei der 1. württ. Online-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft im Finale den vierten Platz!

Alle Beteiligten waren sich hinterher einig, dass an sämtlichen Brettern der Esslinger Spielgemeinschaft über 90 Minuten insgesamt ein toller Kampf abgeliefert wurde und die Enttäuschung, am Ende nicht auch noch mit das Siegerpodest erreicht zu haben, angesichts des starken Teilnehmerfeldes nicht zu groß ausfallen dürfte. Sieger wurden die Schachfreunde Spraitbach mit dem veritablen Großmeister Evgeny Vorobiov an ihrer Spitze - mit größerem Abstand gefolgt von Bebenhausen und Jedesheim.

Esslingen war mit elf Spielern angetreten, nach Reglement kamen am Ende jeweils die punktbesten Vier in die Mannschaftswertung: Heinz Englmeier und Andreas Reuß vorn mit 18 Zählern punktgleich, dann Günter Kunert mit 16 und Martin Scholl (TSV/RSK Esslingen) mit 13 Punkten. Es gab sicher viele erwähnenswerte Partien gegen spielstarke Gegnerschaft.

Hier besonders genannetend auch für alle Teamspieler, die am Ende nicht bei den vorderen Vier waren, sei Udo Scharrer, dem es gelang, Fidemeister Rudi Bräuning (SK Bebenhausen), den zehnfachen Württembergischen Blitzmeister, nach Zeit und auch nach besserer Stellung zu bezwingen (Partie).

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier - insbesondere die Quarantäneliga läuft weiter und wird das Team Esslingen unvermindert fordern, doch der Spielspaß steht im Vordergrund. Die Mannschaften sind nicht teilnehmerzahlbegrenzt, jederzeit können auch Neuzugänge einsteigen und mit dem Team um wichtige Punkte im Kampf um Klassenverbleib oder Aufstieg spielen.

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Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
25.05.2020

Einzug in die Finalrunde bei der 1. württ. OBMM


Unser lichess-Team ist spektakulär in die Finalrunde der 1. württembergischen Online-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft eingezogen. Diese Meisterschaft wird offiziell vom Württembergischen Schachverband im Rahmen des Onlinespielbetriebs auf dem Schachserver lichess ausgetragen.

In der Vorrunde setzte sich die Esslinger Spielgemeinschaft mit ihren vier Topscorern Andreas Reuß, Heinz Englmeier (beide bekanntlich vom Dicken Turm), Hartmut Hehn (SV Ebersbach/Fils) und Martin Scholl (TSV/RSK Esslingen) gegenüber weiteren acht Mitbewerbermannschaften in der Gruppe durch und landete hinter Biberach auf dem 2.Platz (s. unter Verweis zu lichess.

Damit qualifizierte sich Esslingen, mit deutlichem Abstand auf den 3. Platz, für die Finalrunde mit sieben Mannschaften am Samstag. Beginn ist um 20 Uhr, zuschauen kann man dann unter Verweis zu lichess.

Unterdessen ist die Quarantäneliga für unser Team ein Auf und Ab zwischen 6. und 7. Liga geworden. Damit befindet man sich insgesamt noch im Mittelfeld, denn mittlerweile umfasst diese Turnierserie, die eine echte Erfolgsgeschichte in der Corona-Krise geworden ist, zwölf Ligen.

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Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
05.05.2020

Virtuelles Vereinsheim wird immer beliebter!


Unser virtuelles Vereinsheim auf lichess.org, das nun bald schon seit einem Monat geöffnet ist, erfreut sich unter unseren Mitgliedern, Freunden und Gästen wachsender Beliebtheit. Mit über 30 Mitgliedern des Team SV Dicker Turm Esslingen tummeln sich regelmäßig nun schon erfreulich viele Schachfreunde in der rund um die Uhr offenen virtuellen Arena.

Und dort ist viel geboten: Jederzeit kann man gegen Schachfreunde in aller Welt online und live Schach spielen und nebenher chatten. Oder man tritt auch zusammen im Team in der Quarantäneliga an, in der immer an zwei Abenden in der Woche wettkampfmäßig geblitzt wird.

Dort hat sich eine Esslinger Spielgemeinschaft (die eben auch offen für Freunde und Gäste des Dicken Turms ist) nach einem hart erkämpften Aufstieg schon fest etabliert - und sie konnte sich jüngst auch schon in die Online-Berichterstattung zur Liga spielen: ein schöner Artikel im beliebten Schachmagazin-Blog Perlen vom Bodensee würdigt auch den Dicken Turm.

Dass man im Spielbetrieb der Liga, in der durch nachrückende Teams noch viel im Fluss ist, auch als ganz durchschnittlicher Vereinsspieler mitunter auf Großmeister und andere Titelträger treffen kann, macht sicherlich auch einen Reiz aus. Abendfüllende Blitzturniere zusammen mit anderen Vereinen der Region sind auch schon veranstaltet worden. Man vernetzt sich und bleibt so weiter in Kontakt.

Kurz: das Konzept des virtuellen Vereinsheims und Spielabends hat sich durchgesetzt und wird sicher auch noch nach der Corona-Krise Bestand haben und ein zusätzliches Angebot darstellen.
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
09.04.2020

Unser virtuelles Vereinsheim ist online.


Um die vereinsabendlose Zeit zu überbrücken, hat der SV Dicker Turm Esslingen e. V. nun auf dem freien, nichtkommerziellen Schachserver lichess.org ein virtuelles Vereinsheim eingerichtet:

Verweis zu sv-dicker-turm-esslingen auf lichess

Alle Mitglieder, Freunde und Gäste des Vereins sind herzlich eingeladen, sich dort an der Fortführung des geselligen Vereinslebens zu beteiligen und den Schachsport weiter zu pflegen.

So können wir die gegenwärtige Krise nutzen, um uns und unseren Verein auf einer anderen zusätzlichen Ebene zu präsentieren und das Miteinander aktiv zu erhalten.
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
17.03.2020

Spielbetrieb gestoppt!


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Die Bretter in unserem Spiellokal Alte Aula bleiben bis auf Weiteres verwaist ...

Während des letzten Wochenendes haben sich die Ereignisse in der Corona-Krise überschlagen. Der Spielbetrieb wurde auch im Schachverband Württemberg bis auf Weiteres ausgesetzt, um der weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Somit wurden die für den vergangenen Sonntag angesetzten Begegnungen in der Landesliga sowie in der A-Klasse kurzfristig abgesagt.

Das bis zum letzten Samstag laufende Schachfestival Bad Wörishofen war demzufolge wohl für längere Zeit die letzte Gelegenheit für Aktive des Dicken Turms, sich noch schachsportlich im Rahmen eines Turniers zu betätigen. Im A-Open startete Schachfreund Udo Scharrer. Er erreichte mit 4,5 Punkten aus neun Runden an neun Spieltagen, also 50% Punktausbeute, den 58. Platz der Schlusstabelle (Startplatz 86 bei 116 Teilnehmern). Robert Schulz spielte im B-Open. Auch er landete mit vier Punkten auf einer viel besseren Endplatzierung als er gestartet war: Platz 36 gegenüber Nr. 48 von 58 Teilnehmern). Und im Seniorenturnier trat Franz Speicher an. Er holte von allen Dreien mit starken 5,5 Zählern die meisten Punkte und erreichte am Ende Platz 21 (gestartet auf Platz 48 unter 113 Teilnehmern).

Das Gründungsmitglied des Schachvereins Dicker Turm Esslingen Hartmut Hehn (seit 1996 für den SV Ebersbach/Fils spielend) - und ebenfalls mehrfacher Teilnehmer am Wörishofener Turnier - hat einen schönen Bericht über das alljährliche Treffen langjährig einander verbundener Schachfreunde in Bad Wörishofen geschrieben und online gestellt.
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
01.03.2020

Dicker Turm II verliert gegen Göppingen I


Dicker Turm II verliert gegen Göppingen I erwartungsgemäß sehr deutlich mit 0,5 zu 7,5

Das heutige Heimspiel am 7. Spieltag der Bezirksliga B Neckar/Fils stand von Anfang an unter keinem guten Stern: schon einige Teilnahmeabsagen von Stammspielern im Vorfeld, dann auch noch weitere kurzfristige Ausfälle durch die saisontypisch grassierende Grippewelle – die Zweite des Dicken Turms musste tief in der zweiten und dritten Reihe der Ersatzbank graben, um zumindest noch sieben Mann aufstellen zu können. Diese gingen aber engagiert zu Werke, durchaus willens und in der Lage, wie sich zeigen sollte, der sehr starken 1. Mannschaft der SF Göppingen (derzeit Tabellenzweiter und den Esslingern an fast allen Brettern rund 200-500 DWZ-Punkte überlegen!) so lange es geht Paroli zu bieten und den Spieltag nicht ganz so einfach zu machen. Von daher bot sich ein nicht ganz so grauenhaftes Bild, wie das Endresultat von 0,5 zu 7,5 (Stand heute die höchste Saisonniederlage) nahezulegen scheint. Vom Start weg überrollt oder desaströs zerlegt wurde niemand.

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Gemäß brandaktueller Empfehlung des Schachbunds in Zeiten der Coronavirus-Prophylaxe verzichtete man weitgehend auf den sonst üblichen sportlich-fairen Handshake zu Partiebeginn und startete an sieben Brettern den Mannschaftskampf – Brett 3 wurde kampflos abgegeben.

Der erste erspielte Brettpunkt für Göppingen ergab sich an Brett 8, wo sich Ersatzmann Walter Reuß aus der 4. Mannschaft lange Zeit wacker schlug aber im positionell klar nachteiligen Turmendspiel mit Minusbauer den Kürzeren zog.

Ronald Hahnke am 4. Brett (sonst an 8 gesetzt!) spielte gegen seine um 500 DWZ-Punkte stärkere Gegnerin eine schöne, vielversprechende Angriffspartie, mit starkem Freibauern auf der d-Linie und Attacke auf die Königsstellung – allein er verzettelte sich leider auf der Uhr und verlor durch Scheitern an der Zeitkontrolle.

Auch der bewährte Ersatzspieler Robert Schulz (Brett 7) legte seine Partie ambitioniert offensiv an. Ein Springeropfer brachtne Freibauern ein, aber im entscheidenden Moment rochierte Robert seinen König auf dem anderen Flügel unglücklicherweise ins Verhängnis – sprich einen Mattangriff des Gegners – hinein.

Die nächsten Niederlagen folgten bald auf dem Fuße, wobei die Mittelspielstellungen bei Bernd Hempel (Brett 5) und Gerd von Olnhausen (Brett 6) für den Betrachter auch lange Zeit einen recht stabilen und ausgeglichenen Eindruck machten und Chancen boten.

An Brett 1 sah es einmal mehr für Harald Blum nach einem Punktgewinn aus: im 14. Zug gewann er durch eine sehenswerte Dame-Springer-Kombination wie aus dem Nichts einen Bauern. Im Endspiel verpasste er es jedoch, diesen Vorteil zu verwerten und verlor schließlich noch.

Die mit Abstand längste Partie des Tages spielte diesmal Jochen Fuchs am 2. Brett: nach 89 Zügen und über fünf Stunden Spielzeit hatte er noch irgendwie, an ein, zwei Stellen mit einem Quäntchen Dusel, ein Turmendspiel mit Minusbauer halten m zumindest noch ein halbes Pünktchen bescheren können.

Die Zweite hat an den verbleibenden Spieltagen 8 und 9 noch zwei Schuss frei … - die Hoffnung stirbt zuletzt …
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
18.02.2020

Neuer Stadtmeister ist Ernst Sonnleitner


Am vergangenen Freitag endete nach sieben Runden die Esslinger Stadtmeisterschaft beim austragenden, kooperierenden Verein TSV/RSK. Neuer unangefochtener Stadtmeister wurde mit starken 6,5 Punkten Ernst Sonnleitner vom TSV/RSK.

Die vier Teilnehmer des Dicken Turms erzielten folgende Ergebnisse: Jochen Fuchs, 4 Punkte, 6. Platz; Hans Schreiber, 3,5 Punkte, 10. Platz; Suat Duran, ebenfalls 3,5 Punkte (aber schlechtere Buchholz-Zahl), 12. Platz; Gerd von Olnhausen, 3 Punkte, 15. Platz.

Damit wurde Jochen intern Vereinsmeister (wobei zu berücksichtigen ist, dass die spielstärksten Dicken Türmler aus der Ersten Mannschaft gar nicht an diesem Turnier teilgenommen haben).
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
17.02.2020

Die Zweite hält dem Druck nicht stand und scheitert in Wernau


Der 6. Spieltag der 2. Mannschaft in der Bezirksliga am vergangenen Sonntag war ein Schicksalsspiel im Abstiegskampf, denn es galt den Tabellenletzten Wernau 2 zu besiegen, um weiterhin noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.

Wie sich zeigen sollte, konnte die Zweite diesem Druck nicht standhalten und verlor am Ende klar mit 3:5 und in der bitteren Erkenntnis, dass die Saison hinsichtlich des Projekts nicht gleich wieder aus der Bezirksliga abzusteigen damit gelaufen ist.

Man fuhr des Ernsts der Lage bewusst in Stammbesetzung und in der berechtigten Hoffnung nach Wernau, dass sich gemäß Spielstärkevergleich der Mannschaftsaufstellungen an den ersten vier Brettern ein klares Übergewicht der Esslinger und an den hinteren vier Brettern im Schnitt zumindest 50%ige Erfolgschancen ergeben würden.

Das erste Ergebnis stellte sich relativ früh am 8. Brett von Ronald Hahnke ein: einegner zielstrebig offerierte Punkteteilung war noch die beste Option, um sich in verfahrener Mittelspielstellung aus der Affäre zu ziehen, da sich die Lage absehbar noch zu Ungunsten Ronalds zu entwickeln drohte.

Gute Nachrichten dann vom 5. Brett: Suat Duran war selbst überrascht, dass er so zeitig und mühelos zu einem direkten Mattangriff kam und damit den Dicken Turm mit 1,5:0,5 in Führung brachte. Gerhard Limley am 6. Brett erwischte es hart, als seine Stellung mit unrochiertem König aus den Fugen geriet und den Wernauern den ersten Sieg des Tages zufallen ließ.

Schlag zwölf Uhr mittags war es dann Bernd M. Stüben (Brett 4) vergönnt, seine Partie zum siegreichen Ende zu führen. Die routiniert vorgetragene Gambiteröffnung gegen seinen jungen, hierin offensichtlich unerfahrenen Kontrahenten hatte ihm früh einen Mehrbauern eingebracht.

Diesen zwischenzeitlichen Ausgleich im Spielstand kippte dann wieder die unerwartete Niederlage am 3. Brett des Mannes Jochen Fuchs: ein deutlich misslungenes Bedenkzeitmanagement ließ ihn schon nach 20 Zügen bei vollem Brett nur noch bei rund acht Minuten dastehen viel zu wenig, um für die komplexe positionelle Gemengelage auf dem Damenflügel alle Abspiele und möglichen Kandidatenzüge angemessen würdigen und durchrechnen zu können. In wachsender Zeitnot blieben die Fehlgriffe nicht aus, und die Partie ging verdient verloren.

Kurz darauf folgte auch die Niederlage am 7. Brett von Hannes Hägele. Das sich nach vereinfachenden Abtauschmanövern relativ früh angebahnte Endspiel erwies sich als nachteilig und nicht zu halten.

Nun ruhte die ganze Last auf den beiden Spitzenbrettern mit Harald Blum (Brett 2) und Jens-Peter Schulz (Brett 1). Bei dem Rückstand von 2,5 zu 3,5 mussten beide noch laufenden Partien von den Esslingern gewonnen werden, um als Tagessieger heimfahren und sich noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen zu können. Dieser Kampf sollte sich insgesamt noch weitere zwei Stunden hinziehen. Harald hatte sich nach ärgerlichem Bauernverlust im Mittelspiel mit Bravour zurück in die Partie gekämpft. Das Endspiel Läufer gegen Springer mit Bauern auf beiden Flügeln wurde zäh ausgefochten, aber mehr als ein Remis war für den Dicken Turm hier nicht mehr drin – auf den Partieverlauf gesehen war es sogar noch ein großer Erfolg.

Jens-Peter sah sich nun vor die äußerst undankbare Aufgabe gestellt, als Letzter unter den Augen zahlreicher umstehender Kiebitze der eigenen und der gegnerischen Mannschaft um einen letzten Bretterfolg für Esslingen zu kämpfen, welcher zumindest noch ein Mannschaftsremis gesichert hätte. Das Endspiel mit einem blockierten Mehrbauern wandelte sich dank eines sehenswerten Manövers mit starkem Qualitätsopfer, wodurch Jens-Peter einen weiteren, entfernten Randfreibauern bilden konnte. Allein in der zeitnotbedingt hektischen Schlussphase, nach langem Kampf unter immensem Druck, vermochte er nicht mehr die besten Antworten auf die hagelnden gegnerischen Turms zu finden, so dass die Partie sogar noch verloren ging.

Die Enttäuschung ist verständlicherweise bei allen Beteiligten groß, aber das Schachleben geht weiter. Möglicherweise kann man nun nach dem Wegfall des größten Drucks an den verbleibenden drei Spieltagen doch noch einen Mannschaftserfolg einfahren, um sich aus der Liga mit einem sportlich versöhnlichen Abschluss zu verabschieden.
Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
16.01.2020

Jan ist unser Neujahrsblitzmeister


Sieger des Neujahrsblitzturniers ist Jan Albruschat. Herzlichen Glückwunsch!
Autor: Sf Jens-Peter

Veröffentlichung vom:
14.01.2020

Unentschieden gegen Reutlingen I


Mit einem 4:4 gegen Reutlingen I sicherte sich die 1. Mannschaft am vergangenen Sonntag einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Den Auftakt machten in recht zügiger Abfolge Udo Scharrer an Brett 2, Jan Albruschat an Brett 4 und Hans Schreiber an Brett 6. Jeweils mit den schwarzen Steinen spielend gelang es allen drei Esslingern problemlos, den gegnerischen Anzugsvorteil zu neutralisieren und die Partie jeweils in den sicheren Remishafen zu steuern. Im Rahmen der Zeitkontrolle gelang Michael Ramin an Brett 3 die Führung für unsere Mannschaft. Von Michael permanent unter Druck gesetzt und mit einer schlechten Bedenkzeit ausgestattet, konnte sein Gegner in einem schwierigen Endspiel Michaels Druck nicht standhalten und büßte entscheidendes Material ein.

Heinz Englmeier opferte gegen Großmeister Ninov am Spitzenbrett einen Bauern und erlangte eine sehr verwickelte Stellung. Dem Großmeister gelang es aber, alle Drohungen abzuwehrdie Stellung auszutrocknen, sodass er mit einem gesunden und entscheidenden Mehrbauern verblieb. Jens-Peter Schulz an Brett 7 brachte den Dicken Turm wieder in Front. In einer für seinen Gegner schwierig zu spielenden Stellung fand sein Gegner bei knapper werdender Bedenkzeit nicht die beste Lösung und büßte durch eine taktische Abwicklung entscheidendes Material ein.

Bernd Stüben an Brett 8 war es nach hartem Kampf vorbehalten, in einer schwierigen Stellung mittels einer Stellungswiederholung den letzten halben Punkt und damit das Mannschaftsremis festzuhalten. Somit fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass Franz Speicher an Brett 5 gegen seinen starken Gegner in einem nicht zu verteidigenden Endspiel letztendlich die Waffen strecken musste.

In den nächsten Spielen gegen Neckartenzlingen und Bebenhausen werden wir versuchen, die nächsten Punkte zu holen, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Die gezeigte Mannschaftsleistung lässt uns die nächsten Spiele zuvh angehen.
Autor: Sf Jens-Peter

Veröffentlichung vom:
24.12.2019

Weihnachtsblitzturnier 2019


Im Anschluss an ein sehr schönes und stimmungsvolles Weihnachtsessen, zu dem sich rund 30 Schachfreunde gesellten, fand unser traditionelles Weihnachtsblitzturnier statt, an dem 14 Spieler teilnahmen. Nach vielen spannenden und hart umkämpften Partien konnte sich der Spitzenspieler des RSK Martin Scholl mit 12 Punkten aus 13 Partien und einem halben Punkt Vorsprung gegen Günter Kunert durchsetzen. Auf Platz 3 folgte Jens-Peter Schulz mit weiteren zwei Punkten Rückstand, bevor sich Hans Schreiber, Harald Blum und Andreas Kiefer mit jeweils 8,5 Punkten den vierten Platz teilten.

Herzlichen Glückwunsch an Martin Scholl zum Gewinn des diesjährigen Weihnachtsblitzturniers (Verweis zum Ergebnis)!
Autor: Sf Jens-Peter

Veröffentlichung vom:
24.12.2019

Ungefärdeter 6:2 Heimsieg gegen Steinlach I


Am 22.12. wurde die erste Mannschaft des Dicken Turms seiner Favoritenrolle gegen die abstiegsgefährdeten Gäste von Steinlach I in vollem Umfang gerecht und kam zu einem deutlichen 6:2 Heimsieg.

Der Mannschaftskampf begann für uns allerdings mit einer Auftaktniederlage: Hans Schreiber an Brett 7 musste nach einem entschlossen vorgetragenen Königsangriff seines Gegners vorzeitig die Segel streichen. Mit einem Doppelschlag von Michael Ramin an Brett 6 und Udo Scharrer an Brett 4 konnten wir eine erste Führung herstellen, die wir bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten. Michael Ramin überspielte mit einem schönen Königsangriff seinen Gegner. Udo Scharrer gelang ein sehr vorteilhafter Übergang von der Eöffnung in das Mittelspiel, wodurch er sich insgesamt drei Mehrbauern sichern konnte und was zum sicheren Sieg reichte.

Andreas Kiefer an Brett 4 und Heinz Englmeier an Brett 2 steuerten jeweils einen halben Punkt zum Mannschaftserfolg as Kiefer einigte sich mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung nach einer Stellungswiederholung auf Remis, während der Königsangriff von Heinz Englmeier zusehends versandete. Nach einem Turmopfer konnte er mittels Dauerschach die Partie noch in den sicheren Remishafen steuern. In scheinbar ausgeglichener Stellung kam Andreas Reuss am Spitzenbrett durch einen sehr präzisen vorgetragenen Königsangriff zu einem vollen Punkt: Während sein Gegner am Damenflügel Druck aufzubauen versuchte und dabei seine Königssicherheit vernachlässigte, wurde er von Andreas konsequent und trocken ausgekontert.

Den Mannschaftssieg vollendete schließlich Harald Blum an Brett 8: Im Übergang vom Mittelspiel zum Endspiel konnte er einen Bauern gewinnen, den er bis zum Ende der Partie nicht mehr abgab und durch umsichtige Manöver verwandelte. Der Schlusspunkt des Mannschaftskampfs und des Schachjahrs 2019 blieb Günter Kunert an Brett 3 vorbehalten: In einer für den laienhaften Betrachter a und trockenen Stellung gelang es ihm binnen einiger weniger Züge, taktische Verwicklungen aufs Brett zu zaubern, die von seinem Gegner nur durch Materialverlust abgewendet werden konnten. Den vorweihnachtlich verbundenen Kunert-Freibauern war auch in dieser Partie nichts mehr entgegenzusetzen.

Damit endete für die erste Mannschaft ein sehr erfolgreiches Jahr 2019. Mögen im neuen Jahr viele weitere Siege hinzukommen!

Der Schachverein Dicker Turm wünscht Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Autor: Sf Jens-Peter

Veröffentlichung vom:
20.12.2019

Weihnachtsfeier 2019


Der SV Dicker Turm Esslingen veranstaltete am vergangenen Dienstag, am letzten Spielabend vor der Feiertagspause, traditionell die Vereinsweihnachtsfeier mit Jahresrück- und Ausblick auf die weitere Saison, Festessen und Blitzschachturnier im Anschluss. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste versammelten sich im Rittersaal der Gaststätte "Trödler zur Burgschenke" und genossen zunächst das festliche Hirschgulaschmenü bevor es mit dem großen Blitzschachturnier wieder sportlich wurde.
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Autor: Jochen Fuchs

Veröffentlichung vom:
15.12.2019

Niederlage im Bezirksliga-Stadtderby gegen den TSV/RSK Esslingen I


Der diesjährige letzte Heimspieltag der 2. Mannschaft in der Bezirksliga wurde zum faktischen Auswärtsspiel, da durch eine - nicht durch den Verein verschuldete - Spiellokal-Doppelbelegung sehr kurzfristig umdisponiert werden musste. Dank der unkomplizierten spontanen Kooperationsbereitschaft der freundlichen Gästemannschaft vom TSV/RSK Esslingen konnte man in deren Vereinsheim ausweichen.

Nach den beiderseits erfolgreich gemeisterten Organisationsfragen stand dem Stadtderby nichts mehr im Wege. Dass die Begegnung der Zweiten des Dicken Turms gegen die 1. Mannschaft vom RSK hartes Brot werden würde, war vorher klar. Beide Teams mussten mit zwei Ersatzspielern antreten, beim Dicken Turm fiel besonders das Fehlen seines momentanen Topscorers Harald Blum ins Gewicht.

Bernd Hempel an Brett 7 mühte sich redlich, musste aber gegen ein deutlich stärkeres Gegenüber im nachteiligen Turmendspiel die Segel streic>Robert Schulz an Brett 8 holte letztlich den einzigen vollen Punkt für den Dicken Turm mit einem souverän herausgespielten Sieg. Dann hagelte es wieder Niederlagen: an den Brettern 5 (Gerhard Limley), 4 (Suat Duran) und 6 (Hannes Hägele) gingen die Partien an die jeweils auch von der Spielstärke her als überlegen einzuschätzenden Gegner.

An den beiden vorderen Brettern trotzten Jens-Peter Schulz und Jochen Fuchs den starken RSKlern mit zuletzt auch völlig ausgeglichen stehenden Endspielen immerhin noch jeweils einen halben Punkt ab. Die deutlich längste Partie des Tages spielte an Brett 3 Bernd Michael Stüben. Die zähe Verteidigung in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern konnte die Niederlage trotz allem nicht mehr abwenden.

Ein erneut allzu deutliches 2:6-Resultat beschließt eine triste erste Halbzeit der Saison. Allerdings warten im neuen Jahr auch erst noch die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Möge der Jahreswechsel auciche Wende bringen!
Autor: Jochen Fuchs